Private Equity

Private Equity: Beteiligungen an Unternehmen abseits der Börse

Wer ausschließlich in börsennotierte Werte investiert, bildet nur einen Teil der Unternehmenswelt ab. Viele erfolgreiche, hochspezialisierte Betriebe – darunter zahlreiche „Hidden Champions“ – sind nicht an der Börse gelistet.

Private Equity steht für Beteiligungen an solchen Unternehmen. Ziel ist es, über mehrere Jahre hinweg Wert zu schaffen – etwa durch Wachstum, Professionalisierung, Digitalisierung oder gezielte Zukäufe – und die Beteiligung später wieder zu veräußern.

Als Beimischung kann Private Equity ein Portfolio sinnvoll ergänzen – vorausgesetzt Zeithorizont, Risikoverständnis und Liquiditätsbedarf passen zusammen.

Drei Gründe, warum Private Equity für viele Anleger interessant ist

1) Renditechancen

Beteiligungen können attraktiv sein, weil Wert nicht nur über Marktstimmung entsteht, sondern auch über operative Verbesserungen, Wachstum und strategische Entwicklung im Unternehmen.

2) Substanz & mögliche Inflationsrobustheit

Unternehmensbeteiligungen sind sachwertnah. In Phasen erhöhter Teuerung kann das – je nach Geschäftsmodell und Preissetzungsmacht – stabilisierend wirken.

3) Diversifikation

Private Equity folgt nicht eins zu eins der täglichen Börsenlogik. Als Beimischung kann es das Rendite-/Risikoprofil eines Gesamtportfolios diversifizieren.

So funktioniert Private Equity in der Praxis

Investitionen erfolgen üblicherweise über spezialisierte Fonds. Diese beteiligen sich an mehreren Unternehmen und begleiten sie über Jahre aktiv. Das Ziel ist klar: Wertsteigerung – mit anschließendem Exit (z. B. Verkauf an strategische Käufer, andere Finanzinvestoren oder Börsengang).

Typische Hebel der Wertentwicklung:

  • Wachstum (neue Märkte, neue Produkte, Internationalisierung)
  • Operative Optimierung (Prozesse, Effizienz, Digitalisierung)
  • Professionalisierung (Strukturen, Reporting, Governance)
  • Gezielte Zukäufe (Buy-&-Build), wo strategisch sinnvoll

Wichtig: Private Equity ist in der Regel langfristig. Das investierte Kapital ist nicht wie ein Tagesgeldkonto „jederzeit verfügbar“.

Markt & Fakten: Wie groß ist Private Equity – und was passiert aktuell?

Private Markets (inkl. Private Equity) sind in den letzten Jahren stark gewachsen und werden von vielen institutionellen Investoren strategisch genutzt. Gleichzeitig war das Umfeld 2024/2025 von höheren Zinsen und vorsichtigerem Fundraising geprägt.

Ausgewählte Kennzahlen & Einordnung (mit Quellen):

  • Fundraising: Laut Bain lag das Fundraising über private Assetklassen 2024 bei rund 1,1 Billionen USD (Rückgang ggü. Vorjahr) – ein herausforderndes Umfeld für viele Manager. Quelle: Bain, „Global Private Equity Report 2025 / Outlook“ – Link
  • Marktstimmung: McKinsey beschreibt 2024 als „gemischtes Jahr“: Dealmaking blieb teils verhalten, Fundraising fiel auf den niedrigsten Stand seit 2016 – zugleich stieg die Kapitalallokationsbereitschaft vieler LPs wieder. Quelle: McKinsey, „Global Private Markets Report 2025“ – Link
  • Wachstumsperspektive: Preqin erwartet, dass Private-Equity-AuM langfristig weiter wächst – in seinen globalen Ausblicken wird u. a. eine Verdopplung von ca. 5,8 Bio. USD (Ende 2023) über die kommenden Jahre diskutiert (je nach Segment/Definition). Quelle: Preqin „2025 Global Report: Private Equity“ – Link
  • Europa-Fundraising: Preqin weist für Europa 2024 ein sehr starkes Jahr bei Private Equity aus (u. a. mit Rekordwerten bei den Raises, je nach Abgrenzung). Quelle: Preqin „European Private Markets in 2025“ (PDF) – Link

Hinweis: Kennzahlen variieren je nach Definition (Buyout/VC, Closed-End vs. Evergreen, Region, Vintage). Wir betrachten Daten immer im Kontext Ihrer Ziele und Ihres Portfolios.

Für wen kann Private Equity geeignet sein?

Private Equity passt in der Regel zu Anlegerinnen und Anlegern, die:

  • langfristig Vermögen aufbauen möchten,
  • einen mehrjährigen Anlagehorizont mitbringen,
  • Liquidität außerhalb des Private-Equity-Anteils gesichert haben,
  • Wertschwankungen und Illiquidität bewusst akzeptieren.

Worauf wir besonders achten:

  • Streuung (Manager, Regionen, Branchen, Jahrgänge/Vintages)
  • Qualität des Managers/Track Record (soweit verfügbar)
  • Kosten, Struktur, Transparenz und Liquiditätsmechanik
  • Risikoaufklärung und realistische Erwartungshaltung

Risiken & Hinweise

Private Equity kann Chancen bieten, ist jedoch nicht risikofrei. Typische Risiken/Charakteristika sind:

  • Illiquidität: Kapital ist häufig über mehrere Jahre gebunden.
  • Bewertung: Bewertungen erfolgen nicht wie bei Aktien „minütlich“, sondern periodisch und modellbasiert.
  • Unternehmensrisiko: Operative Entwicklungen können anders verlaufen als geplant.
  • Manager-/Strukturrisiko: Ergebnisse hängen stark von Managerqualität und Struktur ab.
  • Markt-/Zinsumfeld: Finanzierungskosten und Exit-Märkte beeinflussen die Wertentwicklung.

Grundsatz: Veranlagungen können steigen oder fallen. Eine Garantie für Erträge gibt es nicht.

Haben Sie Interesse an Private Equity als Portfoliobaustein?

Rechtlicher Hinweis

Die Beratung und Vermittlung von Private Equity Investments wird über Munich Private Equity Funds AG, Keltenring 5, D-82041 Oberhaching, erbracht.

Allgemeiner Hinweis: Diese Informationen stellen keine individuelle Anlageberatung dar. Grundlage für eine Veranlagungsentscheidung sind u. a. Ihre persönlichen Ziele, Ihr Risikoprofil sowie die jeweiligen Produktunterlagen.